BÄRLAUCH (ALLIUM URSINUM L.) Teil 1 - Geschichtliches

Heute möchte ich Euch den Bärlauch näher vorstellen und beschreiben. Er ist eines der ersten Wildkräuter, welche im Frühling aus dem Boden spriessen. Der Barläuch duftet intensiv und unverkennbar nach Knoblauch und Lauch.  Die beste Zeit die Blätter zu sammeln ist von März bis April. 

Geschichtliches

Nun, ich beginne einmal ganz von vorne mit der Geschichte vom Barläuch. Er gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und zur Gattung der Allium (Lauch) und ist somit verwandt mit Lauch, Knoblauch, Zwiebel und Schnittlauch. Betrachtet man den botanischen Namen Allium ursinum bedeutet dies Lauch( Allium) und ursinum leitet sich vom lateinischen ursus der Bär ab. Im europäischen Raum hatte der Bär neben dem Wolf und dem Fuchs eine besondere Bedeutung. Er galt als starkes Kraft/Seelentier und war ein Symbol der Fruchtbarkeit bei den Germanen. Mit dem Erscheinen des Bären war der Winter durchbrochen und der Frühling konnte mit neuer Vitalität kommen. Ausserdem wurde erzählt und mündlich weitergegeben, dass die Bären nach ihrer Winterruhe sich über den Barläuch hermachen und dann nur so vor Energie strotzen. Ob diese Erzählungen nun stimmen wissen wir natürlich nicht, sie sind aber nett anzuhören und zu lesen. 

Die Verbindung zwischen der Fruchtbarkeit und dem Bären lässt sich von gebären ableiten, indem das Wort BÄR steckt. Immerhin hat der Bärlauch botanisch gesehen wirklich einiges zu bieten. Er ist im Wald in größeren flächendeckenden Feldern zu finden, erobert sozusagen regelrecht den Waldboden. Blüht er auf und wird reif, kippt der Stängel einfach um, die Samen fallen zu Boden und so vermehrt er sich rasend weiter. 

Ein paar geschichtliche Eckpunkte gibt es aber noch beim Bären-Lauch. Karl der Große erließ eine Landgüterverodnung - die Capitulare de Villis. Die Capitulare de Villis war eine detaillierte Niederschrift über die Verwaltung der Landgüter. Darin gab es genaue Anweisungen welche Kräuter und Gemüse unbedingt angebaut werden sollten. In dieser Verordnung war auch der Bärlauch angeführt. Es sollte der Bärlauch in jedem Garten der kaiserlichen Landgüter angebaut werden und so auch in privaten Gärten. Dadurch war er sehr verbreitet und hoch angesehen. Die Bekanntheit hielt jedoch nicht lange, denn als im Mittelalter die Klostergärten die Überhand nahmen, wurde der Bärlauch verdrängt. Er war nicht gerne gesehen, zum Einen weil er sehr als fruchtbarkeitsfördernd und Sexualität steigernd galt und zum Anderen brachte man auch teilweise den knoblauchartigen Geruch mit dem Teufel in Verbindung. 

Wie viele andere nicht gern gesehene Kräuter in der Christianisierten Zeit wurde auch das Wissen, die Verwendungsmöglichkeiten um den Barläuch von Kräuterkundigen Landfrauen mündlich weitergegeben. Man findet aus dieser Zeit fast keine Aufzeichnungen von ihm. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde dem Barläuch wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt und kam so wieder vermehrt in unsere Küchen zurück. Jährlich wird er wieder beliebter und sowohl Köche als auch Naturheilkundler schätzen seine Kräfte. 


ABER ACHTUNG:
Blätter und Zwiebeln können mit denen, der Maiglöckchen und Herbstzeitlosen verwechselt werden - bitte immer genau bestimmen oder eine Kräuterkundige Person mitnehmen!  


Welche Erfahrungen hast Du mit dem Barläuch? Ich freue mich auf viele Erfahrungen und Bärlauch Experimente.

Alles Liebe
Marion 💚
*Deine Natur & SeelenBalance Vermittlerin* 

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